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Drei Wünsche für die Kirche in der digitalen Gegenwart: Anna Nicole-Heinrich, Friederike Faß & Heiko Kienbaum

Haselnüsse-Hintergrundbild (3)

Nun brennen alle Kerzen auf dem Adventskranz und es ist der letzte Adventssonntag in diesem Jahr. Nächste Woche schon beginnt Weihnachten und unsere Adventsreihe geht mit diesem Blog zu Ende! Zum vierten Advent erzählen EKD-Präses Anna-Nicole Heinrich, Villigst-Stipendienwerkleiterin Friedericke Faß und Heiko Kienbaum von kirchenfeedback.de von ihren Wünschen an die Kirche in der digitalen Gegenwart. Ob sie 2022 wahr werden? Wir werden sehen! 

 

Anna-Nicole Heinrich (Präses der EKD-Synode)

Anna Nicole Heinrich Fotos Peter Bongard
  • Beziehungsstatus – kompliziert: Oft ist es schwierig das, was in unserem digitalen Alltag passiert, mit unserem Glauben in Verbindung zu bringen und dann auch noch darüber zu sprechen. Ich wünsche mir, dass wir im nächsten Jahr mutiger und ehrlicher werden und auch im Digitalen von unseren Hoffnungen und Zweifeln reden.

  • Auf in neue Plattformen: Ich wünsche mir, dass wir uns in neue Welten vagen. Denn auch der tighte neue Stuff braucht unseren Content, uns als Christ:innen – unsere Themen. Ob TikTok, Clubhouse oder wie der heiße Scheiß von morgen auch immer heißen mag: da wo Menschen sind, sind auch wir als Kirche gefragt.

  • Vernetzte qualitative Vielfalt: Mein digitaler Konsum lebt von einer Mischung aus freien experiementierfreudigen Formaten und erprobteren professionelleren Kanälen. Ich wünsche mir, dass in einer Kirche in der digitalen Gegenwart Platz für alles lassen, vernetzt sind, Wissen, Ressourcen und ehrliche Feedback teilen!

Friederike Faß (Leiterin des Ev. Studienwerks Villigst) 

was ich mir für Kirche in der digitalen Gegenwart wünsche?

Friederike
  • dass wir lernen, gleichzeitig zu sein. Gleichzeitig analog und digital. Denn es braucht
    überhaupt kein Gefühl von Konkurrenz entstehen. Beides hat seinen Ort, beides Stärken und Schwächen. Und in beidem kann der Geist Gottes erfahrbar werden.
  • Mut, Dinge neu entstehen zu lassen - Formate, Ideen, Spinnereien. einfach mal ausprobieren und schauen, was wird. Weil es neue Menschen anspricht, solche, die Kirche bislang noch nicht gut erreicht hat. Ach ja, und Mut, alte Sachen weiter zu machen. Auch wenn es manchmal ein wenig aussichtslos wirkt. Weil es immer noch Menschen gibt, die genau diese Artvon Kirche brauchen und weil uns diese Menschen ebenso wichtig sind und wir sie nicht verlieren wollen.
  • Vertrauen. Das brauchen wir, denn manchmal haben wir den Eindruck, es läge an uns, ob die Menschen erlöst würden, oder nicht. Daran, ob unsere Angebote cool, kreativ und innovativ genug waren. Bestimmt hilft das auch manchmal. Aber ganz bestimmt ist es letztendlich egal. Letztendlich ist es nämlich Gott, der handelt. Gott, der Menschen berührt, erreicht und beseelt. Und darauf sollten wir vertrauen - und dann fröhlich und mutig Kirche bauen.

Heiko Kienbaum (Mitgründer Kirchenfeedback.de, Autor und Trainer für Persönlichkeitsentwicklung

Meine drei Wünsche zum Advent:

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  • Das die Kirche in unserer Gesellschaft wieder einen relevanten Platz bekommt, indem Menschen durch unsere Art, WIE wir arbeiten, glauben und leben inspiriert werden. Insbesondere durch zeitgemäße und agile Strukturen in unseren Gemeinden, Landeskirchen, Diözesen.
  • Als gebürtiger Kölner und Wahlberliner wünsche ich mir eine neue Begeisterungsfähigkeit bei uns Christen. Begeisterungsfähigkeit für und durch unseren Glauben. Begeisterungsfähigkeit in Kombination mit Humorfür uns und unsere Mitmenschen. Gerade im Moment.
  • Als Mitgestalter der Evangelischen Landeskirche wünsche ich uns, dass wir eine Kirche werden, die für Gott das Beste gibt, hörbar durch kraftvollen Lobpreis, lebensverändernde Predigten und wahrnehmbar durch eine nie dagewesene Kreativität innerhalb unserer Gesellschaft.

ChurchDesk wünscht Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! 

Topics: digitale Kirche

Alissa Kim Neu
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