All Posts

Ideen zu Pfingsten #2: Gottesdienst und Sonntagsessen tauschen Plätze

2 md_jerry-fire-unsplashIm Hackathon #GlaubenGemeinsam vor ein paar Wochen sind viele Ideen entstanden, wie Gemeinden kreativ mehr Menschen erreichen und Kirche anders denken können. Zu Pfingsten, dem Fest des Heiligen Geistes, stellen wir euch sechs dieser Ideen vor und wie die Gemeindewerkzeuge von ChurchDesk euch bei der Umsetzung helfen. Heute: Running Church!

Projekt 2: Running Church

Die Idee (Projektseite)Früher hat man nach dem Gottesdienst oft gesagt: "Ich muss schnell nach Hause, das Sonntagsessen wartet im Ofen." Die Projektgruppe möchte das umdrehen: Wie wäre es, wenn alle zuerst in kleinen Gruppen Gottesdienst feiern und sich hinterher bei einem großen gemeinsamen Essen in der Kirche davon erzählen? Dadurch wird die Zuschauer-Struktur aufgebrochen und mehr Menschen bringen sich aktiv in den Gottesdienst ein. Beim gemeinsamen Essen entsteht eine große Gemeinschaft, die sich gegenseitig etwas zu erzählen hat. 

Die Umsetzung:  Die Idee ist eine Übertragung der Idee vom "Running Dinner" (jeder Gang an einem anderen Ort) auf die Kirche. Für die "Running Church" gibt es drei Grundelemente, die ganz unterschiedlich gestaltet werden können: der Gottesdienst zu Hause, die Wegstrecken und die Mahlzeit in der Kirche.

Die Gottesdienste zuhause

Für die Gottesdienste zuhause müssen sich genug Gastgeber:innen finden, die bereit sind, einen kleinen Gottesdienst bei sich zuhause zu feiern. Wie viele Gäste in die jeweiligen Wohnzimmer passen, müssen die Gastgeber:innen vorher sagen. Die Zahl der Plätze ist dadurch begrenzt: Es können nur so viele Menschen mitmachen, wie sich Plätze bei den Gastgeber:innen finden.

Die vielen kleinen Hausgottesdienste sollten zentral vorbereitet werden, damit sich das jeweilige Gottesdienst-Erlebnis um einen gemeinsamen Kern dreht. Zumindest das Thema sollte identisch sein und der Ablauf die gleiche Länge haben, damit alle Beteiligten hinterher gleichzeitig beim Essen sein können. Die Gastgeber:innen sollten aber ihre eigenen Ideen bei sich zuhause einzubringen können. Das kann vom Lieblingslied über Fürbitten bis zur eigenen Bibelauslegung gehen. (Für die Vorbereitung bieten sich die Ideen für partizipative Gottesdienste aus dem ersten Teil unserer Serie an.)

Der Weg zur Kirche

Nach dem Gottesdienst kommen alle in die Kirche. Der Weg dahin kann Teil des Gottesdienstes sein, wenn der Abschluss der einzelnen Hausgottesdienste entsprechend gestaltet ist. Gebt den Menschen einen gemeinsamen, vorbereiteten Gedanken mit, über den sie auf dem Weg nachdenken können. Wenn die Gruppen zu Fuß zur Kirche kommen, können sie auf dem Weg miteinander reden, zum Beispiel mit der Frage: Was bedeutet der Bibelspruch, über den gepredigt wurde, für dich?

Das gemeinsame Essen

In der Kirche angekommen wird gemeinsam gegessen. Die logistische Herausforderung dabei ist, ein Essen für so viele Menschen vorzubereiten. Alternativ können auch alle Gruppen etwas mitbringen, aber das macht die Aufgabe für die Gastgeber:innen aufwändiger. Tische und Stühle sollten schon stehen und gedeckt sein, wenn die Menschen kommen, aber lasst den ankommenden Gruppen genug Zeit - es werden nicht alle in der gleichen Minute eintreffen.

Die Projektgruppe schlägt vor, das gemeinsame Mahl zusammen mit einem Lied zu beginnen und mit dem Segen für die versammelte Gemeinde zu beenden, damit auch die Zusammenkunft in der Kirche eine klare Struktur hat. Ansonsten soll das gemeinsame Essen aber Gemeinschaft und Austausch ermöglichen. Wenn ihr wollt, kann natürlich zwischendurch eure Organist:in Musik zum Essen spielen. Das macht das Essen in der Kirche zu einem besonderen Erlebnis, das an keinem anderen Ort so möglich ist. 

Wie hilft ChurchDesk dabei?

Ein Event wie "Running Church" zu organisieren ist aufwändig. Das wichtigste Werkzeug dafür ist die sortierte Anmeldung, damit alle wissen, wann sie wo sein sollen, und ihr den Überblick behaltet. Außerdem solltet ihr genug Werbung machen, damit die Gastgeber:innen nicht enttäuscht werden, weil niemand kommt. Für die Werbung könnt ihr natürlich Webseite und Newsletter nutzen, für die Anmeldung die ChurchDesk-Formulare.

Zunächst müsst ihr aber Gastgeber:innen finden. Das geht wahrscheinlich am Besten über persönliche Ansprache, nachdem ihr der Gemeinde von der Idee "Running Church" erzählt habt, und wird ein paar Wochen Vorlauf brauchen.

Anmeldung zu den Gottesdiensten: Wenn ihr wisst, wer die Einzelgottesdienste anbieten will, braucht ihr eine Anmeldung dafür. Die ChurchDesk-Formulare sind dafür sehr gut geeignet, vor allem wenn eine Mehrfach-Anmelde-Möglichkeit gebraucht wird - zum Beispiel für alle geplanten Einzelgottesdienste in einem Formular.

Etwas detaillierter beschrieben funktioniert das so: Mit dem Formularfeld "Tickets" könnt ihr alle verfügbaren Hausgottesdienste im gleichen Formular anlegen. Dafür zieht ihr einfach für jeden geplanten Einzelgottesdienst ein neues Feld "Ticket" in das Formular und gebt als Zahl der verfügbaren Tickets die Zahl der Plätze an, die in dem Gottesdienst verfügbar sind. Dann können alle nämlich sehen, wo noch Platz ist. Die Gesamtmenge an Plätzen darf natürlich nicht größer sein als die Zahl der Plätze, die ihr für das Essen in der Kirche bereitstellen könnt.

Formular_Running-Church

So sieht es in ChurchDesk aus, wenn ihr ein Formular mit mehreren Tickets zum Auswählen erstellt. Die Formularfelder lassen sich von links einfach ins Formular ziehen und dann anpassen.

Vergesst nicht, die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer abzufragen, damit ihr den Teilnehmenden eine Rückmeldung geben könnt. Die Einwilligung dafür ist in den ChurchDesk-Formularen schon vorgesehen.

Ganz wichtig ist, dass ihr im Formular unter "Einstellungen" ein passendes Schlüsselwort hinterlegt (zum Beispiel ganz einfach "Running Church Juli 2020"). Das wird dann automatisch den Kontakten zugeordnet, so dass ihr über ChurchDesk Kontakte immer eine aktuelle Liste mit allen Teilnehmer:innen habt, denen ihr die notwendigen Informationen per Gruppen-E-Mail zuschicken könnt.

Interne Vorbereitung: Für die interne Vorbereitung könnt ihr die verschiedenen Aufgaben in der Kirche - Stühle und Tische stellen, Tisch decken, Essen kochen oder holen, Begrüßung und Abschied, eventuell Musik - über den ChurchDesk-Dienstplan im Kalender direkt verwalten. So behaltet ihr den Überblick, was noch erledigt werden muss und wofür sich noch niemand gefunden hat. In einer entsprechenden ChurchDesk-Gruppe könnt ihr die Planung besprechen und den Ablauf für alle Beteiligten hinterlegen, auch für die Hausgottesdienst-Feiernden. Wenn sie noch kein ChurchDesk-Login haben, könnt ihr ihnen eines anlegen - ChurchDesk-Abonnements haben keine Begrenzung bei der Zahl der Nutzer:innen. In der Gruppe könnt ihr auch die Fragen der Gastgeber:innen beantworten und hinterher Rückmeldungen sammeln, um das nächste Ma(h)l noch besser zu machen.

Weitere hilfreiche Hinweise

Detailliertere Gedanken und Beispiel-Abläufe hat das Projektteam beim Hackathon in ihrem Konzeptpapier festgehalten (PDF). Alternativ zu vielen kleinen Gottesdienstgruppen könnten übrigens auch drei oder vier Zielgruppen-Gottesdienste mit unterschiedlichen Formen (klassisch, Familie, Worship, Kantate...) in mehreren Kirchen stattfinden, die sich dann anschließend alle in einem Gemeindehaus zum Essen treffen. So könnte statt einer einzelnen Gemeinde auch ein Gemeindeverbund, ein Kirchenkreis, ein Pastoralverbund oder eine Pfarreiengemeinschaft sich das Konzept zu eigen machen.

Übrigens: So lange die Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen noch gelten, raten wir von den gegenseitigen Besuchen ab. Aber die Idee könnt ihr für die Zeit danach schon vorplanen!

Wenn ihr dieses Projekt in eurer Gemeinde ausprobiert, erzählt uns davon: auf eurer Gemeindewebseite, unserer Facebook-Gruppe oder anderswo und schickt mir gerne einen Hinweis (Twitter, E-Mail)!

Topics: Gemeindearbeit