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#SmartChurch – wie das Internet Gemeindearbeit verändern kann

DK-Calendar-mockup.jpgEs war um das Jahr 2002, als ich entdeckte, dass traditionelle Gemeindearbeit durch die neuen digitalen Möglichkeiten teilweise immens vereinfacht werden könnte. Als Pastorensohn und “Digital Native” lag das vielleicht nahe – auf alle Fälle begann ich damals damit, die ersten Homepages für Kirchengemeinden zu basteln.

Seit 2002 ist viel in der digitalen Welt geschehen: Facebook, Smartphones, mobiles Internet, iTunes, Twitter, Skype, YouTube, Spotify, WhatsApp, elektronische Steuererklärungen und und und.

Und die Kirche? Macht leider oft noch genauso wenig Gebrauch von den Chancen der Digitalisierung wie in der Mitte der 2000er-Jahre. Erst kürzlich führten wir die Diskussion um die #digitaleKirche (auch auf diesem Blog im Interview mit den Initiator Hannes Leitlein) – die zeigte, wieviel Spanne noch zwischen status quo und den Möglichkeiten liegt.

Die Kirche beeinflusst immer noch Millionen von Menschen in Deutschland. Und viele Ehren- und Hauptamtliche arbeiten hart daran, ihre Gemeinde relevant zu gestalten für die Menschen in ihrem Umfeld. Allzu oft wird aber übersehen, dass das Internet selbst ein wichtiger Mitarbeiter in der Gemeindearbeit sein kann. Denn dank den digitalen Möglichkeiten sind die Tage vorbei, bei denen Gespräche nur nach dem Gottesdienst oder während der Sprechstunden sowie bei Veranstaltungen möglich waren.

Gemeinden können nun rund um die Uhr kommunizieren: aktiv, indem sie inspirierende Botschaften bspw. via Blog oder Facebook posten, oder passiv, indem sie Informationen und Formulare zugänglich präsentieren.

Gelegentlich hört man Stimmen, die sagen, dass das Internet den Kirchen und ihrer Stellung geschadet hätte – wahr ist aber, dass die digitale Welt mehr kirchliche Kommunikation ermöglicht hat als je zuvor! Einige Beispiele, die zeigen, wie das Internet zu einem hervorragenden ehrenamtlichen Mitarbeiter gemacht werden kann.

So hilft das Internet Ihrer Gemeinde

Sie erreichen jederzeit Ihre Mitglieder

Auch wenn Ihre Mitglieder sonntags in die Kirche kommen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern, spielt sich die Glaubenspraxis im Alltag ab. Durch eine aktive Nutzung von Social Media, Blogs oder sogar E-Mails können Sie Ihre Botschaften jedoch auch im Alltag Ihrer Gemeinde verankern.

Und Termine sind nicht mehr nur von den sonntäglichen Abkündigungen oder dem Gemeindebrief abhängig, sondern können ganz einfach mittels eines Newsletters direkt zu den Mitgliedern ausgeliefert werden. Das Internet erlaubt es Ihnen also, Ihr Gemeindeleben auch in den digitalen Raum auszuweiten – in dem Ihre Mitglieder sich längst bewegen! Und vielleicht stärkt es auch das innergemeindliche Gemeinschafts-Gefühl, wenn sich eine art virtuelle Gemeinschaft rund um ihre Gemeinde entwickelt!

Sie können Nicht-Mitglieder einfach einbinden

Papst Franziskus ist das perfekte Beispiel für das Engagement mit Nicht-Mitgliedern dank des Internets. Sein Twitter-Account besitzt derzeit über 10 Millionen Follower. Während viele dieser Anhänger wahrscheinlich Mitglieder der katholischen Kirche, wird es auch viele geben, die es nicht sind. Diese finden trotzdem Ermutigung und Motivation durch seine Tweets.

In der Vergangenheit war es schwierig, mit Nicht-Mitgliedern in Kontakt zu treten oder diesen mit Weggezogenen zu halten. Dank dem Internet können sie Sie zu jeder Zeit aufsuchen, wann es ihnen beliebt!

Sie können auf vielfältige Weise kommunizieren

Die Kirchen kommunizierten jahrzehntelang auf verschiedene Weisen: Telefon, Post, Gemeindebrief, Aushänge, Schaukasten, Handzettel. In den letzten 10 bis 15 Jahren sind einige mehr hinzugekommen: E-Mail, Webseiten, SMS und diverse Social Media Kanäle.

Es ist einfach, in der modernen Welt Optionen zu finden, die interessant klingen. Aber fragen Sie am besten Ihre Mitglieder, welche Kommunikationswege sie am meisten nutzen. Wahrscheinlich werden es E-Mail, WhatsApp, Facebook sein sowie Homepages. Warum also nicht darüber auch kommunizieren? Übrigens: Einer Umfrage zufolge betrachten um die 80% der Non-Profit-Organisationen ihre Website als ihr effektivstes Kommunikations-Tool.

Auch die Kommunikation innerhalb der Gemeinde-Teams kann so deutlich vereinfacht werden. Zum Beispiel haben wir deshalb bei ChurchDesk ein Intranet integriert, welches die Dienstbesprechung in das digitale Zeitalter transportiert.

Sie können auch während der Woche auf Fragen reagieren

Vor dem Internet war es für die Mitglieder schwierig, mit den Kirchenführern über alle Fragen zu sprechen, die sie in Bezug auf Predigten oder Veranstaltungen hatten. Und potenzielle Besucher konnten vor lauter Unbekanntem zögern, in die Kirche zu kommen.

Jetzt, mit E-Mail, Kontaktformularen auf Websites und sozialen Netzwerken, kann jeder die örtliche Kirche jederzeit kontaktieren, um Fragen zu stellen oder einen Einblick zu gewinnen. Und Mitglieder können miteinander reden, sei es, um Fragen für das Gemeindefest zu klären oder um die Botschaft der letzten Predigt weiter zu diskutieren.

Sie können die erreichen, die niemals mitmachen

Viele Menschen haben eigene Zeitpläne oder möchten sich nicht permanent in eine Gemeinde integrieren. Stattdessen suchen sie online nach geistlichen Impulsen und spirituellen Denkanstößen. Sie lesen Blogs, durchstöbern gehaltvolle Kirchen-Webseiten, folgen Kirchenführern auf Social Media oder hören sogar Predigten regelmäßig online. Diesen digitalen Suchenden kann Ihre Gemeinde nun ansprechen, ganz nach deren Zeitplan und Gusto. Und zudem unabhängig davon wie viel Distanz räumlich oder persönlich zwischen Ihnen liegen mag...

Auch Bettlägerige und Kranke, die nicht an den Gottesdiensten und Veranstaltungen teilnehmen können, sind in der analogen Welt vom Gemeindegeschehen ausgeschlossen.

Dies können Sie ändern! Zum Beispiel mit einer Skype-Live-Schaltung oder dem Streamen Ihres Gottesdienstes.

Sie müssen weniger arbeiten, um das gleiche zu erreichen

Wieviel Aufwand bereitet es Ihnen Konfirmanden Anmeldungen zu übertragen? Gestalten, austeilen, nachfragen, Handschriften entziffern und alles per Hand übertragen. Mit Online-Formularen können Sie diese ganze Arbeit deutlich reduzieren. Und dank den digitalen Segnungen sind einmal eingetragene Kontaktdaten auch für andere Anwendungen verfügbar. Was früher lange Zeit beanspruchte dauert nun manchmal nur wenige Klicks. Der Vorteil liegt auf der Hand: geschickt genutzte Möglichkeiten verschaffen Ihnen mehr Zeit für das, was wichtig ist. Nämlich Ihre Gemeinde.

Meine persönlichen Erfahrungen

Zehn Jahre nach meinen ersten, eingangs erwähnten Gedanken ergriff ich persönlich die Initiative und gründete ChurchDesk, um mit einer übersichtlichen und benutzerfreundlichen Softwarelösung Kirchen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Mittlerweile greifen über 1000 Kirchengemeinden weltweit auf unsere Entwicklungen zurück. Und wir arbeiten hart daran, dass jedes Gemeindemitglied die von der modernen Technologie gebotenen Möglichkeiten effektiv für sich und die Gemeinschaft nutzen kann.

Was wir oftmals erleben: das Internet verändert die Gemeindearbeit. Es macht sie effektiver, erhöht ihre Reichweite und verankert sie mitten im (digitalen) Leben der Mitglieder. Kirchen sparen sich Zeit für aufwendige Arbeiten wie Formulare, langwierige Telefonate oder Abstimmungsprozesse. Und Gemeindemitglieder können rund um die Uhr ihre Kirche online besuchen.

Wir freuen uns, diesen Weg mit vielen Kirchengemeinden gemeinsam zu gehen. Denn unser Produkt ist noch nicht fertig – so wie die Digitalisierung voranschreitet, ergänzen wir stetig neue, wichtige Funktionen. Das Internet ist etwas, das es zu umarmen gilt. Verwenden Sie es als einen zusätzlichen Weg, um sich besser zu vernetzen und Mitglieder sowie Nicht-Mitglieder zu erreichen. Es ist ein wertvolles Werkzeug zur Kommunikation und dem Wachstum ihrer Kirchengemeinde!

Christian Steffensen
Christian Steffensen
Founder & CEO at ChurchDesk
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