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In fast jeder Gemeinde wird viel kommuniziert. Die Frage ist nur, wo. Informationen verteilen sich über den Gemeindebrief, den Newsletter, die Webseite, einzelne WhatsApp-Gruppen und die Gespräche nach dem Gottesdienst. Wer die richtigen Leute kennt, bekommt vieles mit. Wer neu dazukommt oder von außen schaut, oft nicht. Da ChurchDesk bald eine Gemeinde-App auf den Markt bringt, dachten wir, es ist sinnvoll, Ihnen schon mal Best-Practice-Beispiele zu nennen, von Leuten, die auf dem Gebiet bereits Erfahrung haben.
Gemeinde- App: Wieso lohnt sich das?
In unserer letzten Ideenschmiede haben wir uns deshalb angeschaut, was passiert, wenn Gemeinden diese Kommunikation an einem Ort bündeln. Zu Gast waren Hugo, der seit Jahren eine Gemeinde-App in den Niederlanden betreut, und unser Kollege Jochen, der in seiner eigenen Gemeinde in Berlin mit einer App arbeitet. Beide berichten aus der Praxis, nicht aus dem Prospekt. Ihre Erfahrungen zeigen gut, wofür so eine App im Alltag taugt.
Von "wir sehen uns sonntags" zur vernetzten Gemeinde
Hugos Gemeinde zählt 800 Mitglieder, vom Neugeborenen bis zur 93-Jährigen, Durchschnittsalter 42 Jahre. Angefangen hat alles mit einem einfachen Problem: Außerhalb der zufälligen Begegnung am Sonntag gab es keine Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu bleiben. Drei Jahre lang hat Hugo für eine App geworben, der Kirchenvorstand sah lange ein Risikoprojekt. Heute läuft die Anwendung, und die Sorge hat sich nicht bestätigt.
Ein Punkt, den viele unterschätzen: die Einführung. Neue Mitglieder werden automatisch per E-Mail eingeladen, laden die App und registrieren sich. Wer die Gemeinde verlässt, wird abgemeldet. Die Mitgliederliste bleibt aktuell, weil die App mit dem Verwaltungssystem verbunden ist. Und die Hürde ist niedriger, als man denkt. Selbst die ältesten Mitglieder nutzen die App ohne Probleme. Wer sie nicht nutzt, hat meist schlicht keine E-Mail-Adresse oder kein Interesse, nicht etwa technische Bedenken.
Im Alltag ist die App bei Hugo weit mehr als ein schwarzes Brett. Der Kindernebendienst teilt Fotos vom Sonntag, damit die Gemeinde sieht, was die Kinder erlebt haben. Hilfsdienste werden organisiert, vom Kuchenbacken bis zum Sandwich für die Freizeit. Menschen teilen Gebete, Gedichte oder Bilder von ihrer Wanderung. Andere reagieren darauf. So entsteht Verbindung über die ganze Woche, nicht nur am Sonntagvormittag.
Vier Wege, wie Kommunikation in der Gemeinde läuft
Jochen hat für seine Gemeinde eine hilfreiche Unterscheidung mitgebracht. Kommunikation findet bei ihm auf vier Ebenen statt, und eine App kann jede davon abbilden.
Der erste Weg ist die klassische Information von der Gemeindeleitung in die Gemeinde. Termine, Gottesdienste, die Anmeldung zur Gemeindefreizeit. Das funktioniert über Gemeindebrief, Newsletter und Webseite in den meisten Gemeinden schon gut. Trotzdem gilt: Der größte Irrtum in der Kommunikation ist die Annahme, sie habe stattgefunden. Dieselbe Information an einer zentralen Stelle noch einmal sichtbar zu machen, sorgt dafür, dass sie wirklich ankommt.
Der zweite Weg dreht die Richtung um. In Jochens App kann jedes Mitglied etwas an die ganze Gemeinde posten, einen Hinweis, eine Einladung, einen Gedanken zum Gottesdienst. Das gemeinsame Mittagessen nach dem Gottesdienst zum Beispiel wird darüber angekündigt, und man meldet sich gleich an. Ein Mitglied aus dem hauptamtlichen Team moderiert leise mit, aber die Beiträge kommen aus der Gemeinde selbst. Das nimmt Top-down-Struktur heraus.
Der dritte Weg sind Gruppen, und hier wird es interessant. Neben den festen Kreisen gibt es Interessensgruppen. Jochens Gemeinde hat eine Jobbörse, über die er seinen eigenen Weg zu ChurchDesk gefunden hat, und er ist nicht der Einzige. Es gibt eine Gruppe für Wohnungsangebote, in Berlin ein Dauerthema, und eine, die sich zum Beachvolleyball verabredet, wenn das Wetter mitspielt. Solche Gruppen halten Menschen in der Gemeinde, die sonst kaum in Erscheinung treten.
Der vierte Weg ist die Direktnachricht. Sie ersetzt das, was sonst über die Handynummer und WhatsApp läuft. Der Unterschied: Man erreicht auch Menschen, deren Nummer man nicht hat, und die Nachricht bleibt in einem geschützten Rahmen.
Warum der Datenschutz kein Nebenthema ist
Ein Argument zog sich durch beide Berichte. WhatsApp ist praktisch, aber eigentlich für den privaten Gebrauch gedacht. Wer Gemeindekommunikation dort abwickelt, gibt Daten aus der Hand. Eine Gemeinde-App hält die Kommunikation innerhalb der Gemeinde, von außen schaut niemand mit. Für viele Landeskirchen ist datenschutzsichere Kommunikation inzwischen eine Anforderung, kein Extra. Das nimmt der Frage "Warum noch eine App?" viel von ihrer Schärfe.
Was eine gebündelte Lösung bringt
Hugo und Jochen arbeiten mit unterschiedlichen Anwendungen, kommen aber zum selben Bild. Eine App löst nicht die Kommunikation, die schon da ist. Sie gibt ihr einen Rahmen. Statt zu überlegen, in welcher der vielen Gruppen man mit wem geschrieben hat, findet man alles an einer Stelle. Neue Mitglieder sehen auf einen Blick, was in der Gemeinde passiert. Und wer wegzieht, kann mit seiner Heimatgemeinde verbunden bleiben und weiß beim nächsten Besuch, was gerade los ist.
Genau an diesem Punkt setzt auch unsere Arbeit an. Mit ChurchDesk Circles entwickeln wir eine Gemeinde-App, die mit Kalender und Mitgliederdaten aus ChurchDesk verbunden ist, sodass Verwaltung und Kommunikation zusammenlaufen. Wer sich dafür interessiert, findet die Details und die aktuellen Konditionen auf unserer Webseite.
Aktuell läuft auch noch eine Frühbucherabattaktion. Bis zum 20.12. erhalten Sie 50 % Rabatt. Es lohnt sich also! Genauso lohnt sich aber der Blick auf das, was in anderen Gemeinden längst funktioniert. Das Rad muss niemand neu erfinden.